(Rezension – Werbung) Der Spiegelmann (Joona Linna 8) von Lars Kepler

Gebundene Ausgabe: € 22,00
Ebook: € 14,99
Seiten: 627
Verlag: Bastei Lübbe
Erschienen am: 27.11.2020

 

Jenny Lind verschwindet spurlos und taucht Jahre später ermordet auf einem Spielplatz auf. Dieser Fall ruft Joona Lina auf den Plan, denn das ist kein normaler Mord und Jenny nicht das einzige verschwundene Mädchen….

Eine gefühlte Ewigkeit ist es her seit ich den letzten Lars Kepler gelesen habe. Joona Lina ist einer meiner Lieblingsprotas im Thriller-Bereich und fast immer ein Garant für Spannung. Doch immer schwerer wird es, mich zu überzeugen, hat man doch mit den Jahren viel gesehen und es kann nur mehr wenig überraschen. Ob es hier auch verzweifelte Liebesmüh sein wird?

Jenny Lind verschwindet spurlos und wird Jahre später brutal ermordet aufgefunden. Es steckt mehr dahinter als im ersten Moment klar ist. Verschiedene Handlungsstränge entwickeln sich, aber nicht alle sind für die Story unbedingt notwendig. Manche sollen auf falsche Fährten locken, andere sind wichtiger, als man denkt. Angefangen von Pamela und ihrer kleinen Familie, die an einem einzigen Tag in tausend kleine Stücke zerbricht über Mia, eine Teenagerin, die nie wirklich ein Zuhause gefunden hat und von einer Katastrophe in die nächste schlittert bis hin zum Mörder selbst.

Es sind im Endeffekt viele lose Fäden, aber alles hat einen Sinn. Alles arbeitet auf einen gewissen Punkt hin und es liegt an einem selbst den roten Faden zu entdecken und den Mörder zu enttarnen. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich dachte, ich würde ihn erkennen. Doch alles war ganz anders und perplexer ist als erwartet, hat mich dann doch überrascht und gleichzeitig fasziniert.

Die Spannung war gut verteilt, jedoch war es die Brutalität, die mir zeitweise den Atem raubte und deren Sinn sich mir nicht immer erschloss. Es war nicht notwendig und hätte es perfekt gemacht, wenn man sie etwas stilvoller eingesetzt hätte – kann man das so sagen? Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen und es hat mich mit seiner Auflösung wirklich überrascht! Es war eben doch nicht vergebene Liebesmüh!

 

 

 

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