(Rezension – Werbung) Justice League 25 von Roberto Venditti


Comic: € 4,99
Erstveröffentlichung: 02.02.2021
Seiten: 52
Autor: Roberto Venditti
Zeichner: Eddy Barrows, Xermanico
Storys: Justice League 46-47
Verlag: Panini Comics

Nicht nur die Justice League, die ganze Erde wird von gnadenloser Rachgier erfasst. Um das Schlimmste zu verhindern, müssen die Helden um Batman und Wonder Woman die gefährlichsten Kriegerinnen der Welt überwinden – die Amazonen! Doch sollte die Liga diese Hürde nehmen, wartet im Tartarus eine noch viel größere Bedrohung auf sie!
(Quelle: Panini Comics)

In der vorherigen Ausgabe der Justice League bekamen es Batman, Superman, Wonderwoman und Co. mit mystischen Wesen aus der Vergangenheit und dem Rachegeist Spectre zu tun. Dieser ist derzeit nicht länger an seinen menschlichen Wirten, dem Polizisten James Corrigan gebunden. Corrigan hatte nämlich genug davon mit Spectre verbunden zu sein und begab sich ins Exil nach Themyscira, dem Eingang zur Unterwelt, welcher sich auf der für Männern verbotenen Insel der Amazonen liegt.

Der Beginn dieser Geschichte, aus der Ausgabe Nr. 24, hatte mich ja nicht so sehr überzeugen können, da ich mir etwas mehr Tiefe in der Geschichte gewünscht hätte, weswegen ich meine Hoffnung in die Fortsetzung legte. Es wäre genug Potential da. Wir haben mystische Wesen, den Rachegeist Spectre, welchen man wieder gerne etwas in den Fokus setzen könnte, die Insel der Amazonen und den Eingang zur Unterwelt. Doch zunächst einmal der Reihe nach.

Das Auftauchen von Wonderwoman mit ihren männlichen Begleitern sorgte bereits in Ausgabe Nr. 24 für großen Unmut bei den Amazonen, doch wenn sich auch noch Spectre einmischt und den unterschwelligen Zorn der Kriegerinnen zum Vorschein bringt, dann neigt die Situation zu eskalieren. Genau so kommt es schließlich auch. Die zusätzliche Schwierigkeit liegt für die Justice League jedoch darin, dass sie die Amazonenkriegerinnen nicht verletzen wollen und somit eine defensive Haltung einnehmen müssen. Natürlich findet sich hierfür eine schnell Lösung und man erreicht Themyscira. Hier stellen wir überrascht fest, dass es sich bei Themyscira nicht nur um einen Ort, sondern auch um einen uralten Gott handelt, welcher hier gefangen ist. Hier dachte ich mir, dass es nun zur Befreiung dieses Gottes kommt und wir unseren Schurken für die nächsten Wochen hätten, aber leider wird dieser ziemlich schnell abgefertigt und das, wie ich finde, auch noch eher unspektakulär. Das es hier natürlich etwas mit Spectre zu tun hat, dies wird wohl den meisten eh schon klar gewesen sein, denn sonst wäre sein Auftauchen belanglos gewesen. Die Art und Weise wie dies gemacht wurde gefiel mir aber gar nicht.

Nun ja, also ich finde das ganze kam nicht über eine Filler-Episode hinaus. Es spricht nichts gegen kurze, abgeschlossene Geschichten, welche sich nicht über mehrere Hefte und Monate zieht, aber dies war mir irgendwie zu wenig. Hätte sich Ausgabe Nr. 26 auch noch mit dieser Handlung beschäftigt, dann hätte man die nötige Zeit gehabt, um daraus etwas mehr zu machen. So fühlte es sich für mich durchwegs so an, als ob man versucht hätte zu viel hinein zu stopfen. Das Ende fand ich dann zusätzlich noch etwas lächerlich. Es erinnerte mich stark an ein Kinderbuch, welches uns erklärt, dass man sich auch einmal aussprechen muss, bevor einen der versteckte Zorn übermannt. Na ja, es kann eben nicht immer alles genau meinen Geschmack treffen.

 

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