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(Rezension – Werbung) Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft

Taschenbuch: € 12,40 (AT), € 12,00 (D)
Ebook: € 9,99
Erstveröffentlichung: 24.03.2026
Seiten: 194
Autor/in: Swetlana Alexijewitsch
Story: Kapitel 1-5
Verlag: Carlsen Manga

 

Ein Knall. Bunte Lichter explodieren am Nachthimmel – wie ein Feuerwerk. Und dann: Stille.

Am 26. April 1986 ereignete sich eine der folgenreichsten Katastrophen des 20. Jahrhunderts. Die Explosion des Atomreaktors in Tschernobyl zerstörte das Leben von Millionen Menschen, die im ukrainisch-weißrussischen Grenzgebiet lebten. Sie kostete ihr Leben, ihre Gesundheit, ihre Heimat – ihre Zukunft.

Die eindringlich illustrierte Manga-Adaption des vielfach ausgezeichneten Romans Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft der belarussischen Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch macht die Tragödie auf neue Art greifbar. Sie gibt den Betroffenen eine Stimme. Auch vier Jahrzehnte später sind ihre Berichte aktueller denn je: von Angst und Ohnmacht, von Liebe und Verlust, vom langen Schweigen. Und vom Überleben.

Literaturklassiker meets Manga: Die bewegende Manga-Adaption zum 40. Jahrestag der nuklearen Katastrophe.
(Quelle: Carlsen Manga)

Ich war noch nicht mal vier Jahre alt als die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war. Ein Ereignis, dass vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat. Und auch nach 40 Jahren ist Tschernobyl nach wie vor ein Symbol für menschliche Fehler und nukleare Risiken.

In diesem Manga von Yuta Kumagai erleben wir auf wirklich eindrucksvolle und emotionale Weise menschliche Schicksale hinter der Katastrophe. Geschichten, die einen mitten ins Herz treffen. Vorallem zu lesen, wie Menschen ihrem ganz normalen Alltag nachgehen, nichtsahnend, dass sich im Hintergrund die Katastrophe entwickelt. Dieses Wissen um das Unvermeidliche sorgt während des Lesens für eine permanente Spannung. Die Atmosphäre ist durchwegs schwer, beklemmend und bedrückend. Wie sollte es auch anders sein…

Der Zeichenstil dazu unterstützt die ernste Thematik eindrucksvoll. Die Zeichnungen wirken realistisch und sehr detailreich , ohne unnötig dramatisch oder “blutrünstig” zu wirken. Man erlebt jede einzelne Geschichte mit den Menschen. Erlebt ihren Schmerz, ihre Angst und Verzweiflung. Wie schlimm muss das damals gewesen sein.

Besonders gut gefallen hat mir wirklich die menschliche Perspektive der Geschichten und dass man nicht überladen wird mit den technischen Hintergründen des Unglücks, sondern vor allem auf die Menschen, die damit leben mussten eingeht — Arbeiter, Familien, Helfer und Bewohner der betroffenen Gebiete. Dadurch wirkt die Geschichte sehr persönlich und emotional. Viele Szenen hinterlassen ein unangenehmes Gefühl, gerade weil sie zeigen, wie hilflos die Menschen der Situation ausgeliefert waren. Gänsehaut, von der ersten bis zur letzten Seite!

Absolute Empfehlung meinerseits, jedoch muss einem klar sein, auf was man sich einlässt. Es ist nichts, was man so mal schnell runterliest. Es ist ein bewegendes und emotionales Werk, welches zum Nachdenken anregt und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Wer sich dem gewachsen sieht, sollte dem Werk auf jeden Fall eine Chance geben…

 

 

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