(Rezension – Werbung) Das Schattenhaus von Tess Gerritsen


Taschenbuch: € 10,00
Ebook: € 9,99
Erschienen am: 12.07.2021
Seiten: 384
Verlag: Blanvalet

Nach einem tragischen Ereignis flüchtet Ava von Boston auf eine abgelegene Halbinsel an der Küste Maines. Dort mietet sie ein altes herrschaftliches Haus und hofft, endlich zur Ruhe zu kommen und Inspiration für ihr neues Buch zu finden. Obwohl das Haus zunächst düster und unheimlich wirkt, übt es doch eine unerklärliche Anziehungskraft auf sie aus. Dann beginnt sie plötzlich seltsame Geräusche zu hören, und eines nachts glaubt sie eine schattenhafte Gestalt hinter den Vorhängen in ihrem Schlafzimmer zu sehen. Von den Dorfbewohnern erfährt sie von dem mysteriösen Verschwinden ihrer Vormieterin. Als Ava beginnt nachzuforschen, kommt sie hinter ein verstörendes Geheimnis, das verzweifelt gewahrt werden soll …
(Quelle: Blanvalet)

Prinzipiell habe ich Tess Gerritsen berühmtes Duo „Rizzoli & Isles“ sehr gerne gelesen. Starke weibliche Protagonistinnen, die auf Mörder-Jagd gehen. Als dann „Das Schattenhaus“ als sogenannter Stand-Alone-Thriller rauskam, war ich mega gespannt und hab mich darauf gefreut.

Ein dunkles Geheimnis, ein düsteres Haus am Meer und ein kleines Städchen, welches die ein oder andere Leiche im Keller zu haben scheint – was will man mehr?? Leider muss ich aber sagen, dass es dann jedoch ganz anders kam….

Eigentlich wird es als Thriller angepriesen, jedoch kam ich mir teilweise wirklich vor wie in „Fifty Shades of Grey“ trifft die „Ghostbusters“. Ich war wirklich enttäuscht. Der Grundstock für eine spannende Story war da, auch wenn die erste Leiche ziemlich spät auf der Bildfläche erschien und man als Leser eigentlich sofort, wer das Opfer ist, aber das wäre mit der richtigen Rundum-Story gar nicht tragisch gewesen. Jedoch rücken all diese Komponenten viel zu sehr in den Hintergrund, werden fast als Randgeschichte gehandelt und Avas ganz eigene Mr.Grey-Liebesgeschichte dominiert das Buch viel zu sehr und hat mir persönlich den Spaß an der Geschichte genommen. Ja, ich musste mich ehrlich gesagt auch immer wieder selbst motivieren, das Buch fertig zu lesen und nicht abzubrechen. Man hätte soviel machen können. Ich bin enttäuscht – muss ich wirklich sagen.

Zwar wurde es zum Ende hin wieder mehr Thriller und man konnte auch die gewohnte Gerritsen-Spannung spüren, jedoch rettete das die Gesamtstory für mich nur mäßig. Zuviel Energie wurde auf Ava und den geheimnisvollen Bewohner verwendet und zu seltsam schien dann auch der Umschwung – es funktionierte für mich als Gesamtkonzept nicht mehr. Man müsste hier klar deklarieren, was für ein Buch es wirklich ist. Es wirkt, als hätte die Autorin versucht, eine neue Schiene zu fahren, jedoch habe sie sich gegen Ende dann doch erinnert, dass sie im Begriff war einen Thriller zu schreiben. Der eigentliche Bösewicht verlor sehr viel da dieses Konstrukt, genauso wie das Buch selbst. Sehr schade!!

 

 

 

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