(Rezension – Werbung) Lucifer 1 – Dan Watters


Comic: € 16,99
Erstveröffentlichung: 23.07.2019
Seiten: 148
Autor: Dan Watters
Zeichner: Max Fiumara und Sebastian Fiumara
Storys: Lucifer (2018) 1-6
Verlag: Panini Comics

 

Einst rebellierte Lucifer gegen Gott, woraufhin er aus dem Himmel verbannt und zum Herrn der Hölle wurde. Doch seine Tage als König der Verdammnis liegen hinter ihm – und auch sonst alles! Denn Lucifer wird an einem bizarren Ort gefangen gehalten. Aber wie landete er ohne Macht und Augenlicht in dieser neuen Hölle, aus dem es kein Entkommen gibt? In der Zwischenzeit ist Detective John Decker in Los Angeles Verschwörern auf der Spur, die nur ein Ziel haben: Lucifer Morningstar zu töten!

Die Serie rund um Lucifer Morningstar im TV mag ich unheimlich gern, weil er einfach mit Witz, Charme und seinem speziellen Charakter die Welt auf den Kopf stellt. Umso neugieriger war ich auf die neue Comic-Reihe aus dem Sandman-Universum rund um Lucifer. Kann man Parallelen zur Serie ziehen? Oder eher nicht?

Vorweg muss ich dann doch eine kleine „Warnung“ aussprechen und euch raten, dass ihr unvoreingenommen und ohne den typischen Lucifer aus dem TV im Hinterkopf starten solltet, denn meiner Meinung nach haben sie nicht viel gemeinsam. Der Lucifer im Comic ist für mich ein ganz neues Individuum. Gefangen in einer Welt des Wahnsinns versucht er von dort einen Ausweg zu finden und gleichzeitig dahinterzukommen, wer ihn dort eingesperrt hat.

Ein weiterer Handlungsstrang ist die Geschichte rund um John Decker und seine Frau Penelope, deren essentielle Rollen erst am Ende klar werden. Und dann haben wir noch Caliban, Sohn von Lucifer, der auf Rache aus ist. Teilweise hatte ich so meine Probleme der Geschichte an sich zu folgen. Es war mir nicht immer klar, in welcher Zeit bzw. an welchem Ort ich mich befand. Die Welten und Zeiten wurden bunt gemischt und der Übergang verschwamm oft. Für diese Art muss man gemacht sein und noch kann ich nicht sagen, dass ich das bin. Immer wieder traten Wahnsinn und Horror in einer Weise auf die Bildfläche, die ich so in einem Comic bisher noch nicht gelesen hatte.

Aber trotzdem war einfach das Chaos so vorherrschend, dass es mir wirklich Probleme machte. Ich konnte oft den verschiedenen Handlungssträngen nicht folgen, vorallem, wenn sie dann noch parallel in einem Bild liefen oder von Seite zu Seite verschieden waren. Einfach zu verwirrend um eine klare Linie ausfindig zu machen, was ich wirklich schade fand, weil wirklich Potential drinnen steckt und mir das Ende dann durchaus wieder gut gefiel, weil eine klare Linie da war.

Die Zeichnungen ansich waren okay, besonders Lucifer in seiner „Flügelgestalt“ hat mir sehr gute gefallen. Manche Teile waren mir fast ein wenig zu grausam. Muss ich ehrlich zugeben.

Band 2 steht bereits schon in den Startlöchern und ich hoffe wirklich, dass hier die Story nicht wieder im Chaos versackt und man sie mit weniger Fragezeichen im Gesicht lesen kann!

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